Gleich nachdem die Getränkealkoholiker und Donnerstahl am Freitag das Titty Twister in einen Feldschmiede verwandelt haben, schlugen auch schon neue Gäste auf. Karma To Burn aus West Virgina/USA, Stonehead aus Dresden und Grandloom aus Cottbus. Und dieser Abend hatte es auch in sich. Mit Stoner Rock bzw. Stoner Metal wollten uns diese drei Bands mal zeigen wo der Hammer hängt. Was ihnen auch vollends gelang.
 
Den Anfang machten Grandloom. Mit drei Mannen, aber ohne Gesangliche Unterstützung gingen sie an die Front. Und ich muss gestehen das ich Stoner ohne Gesang noch nie erlebt habe. Diese drei legten schon mal die Messlatte vor. Musikalisch voll dabei. Eine sehr gute Instrumentenbeherrschung, gute Riffs bis hin zum Drummer, der einen sehr guten Job gemacht hat. Teilweisse schön schnell, dann wieder groovten sie sie sich durch das Konzert. Tolle musikalische Umsetzung. Bloss wirkte das ganze eben ohne Gesang wie eine öffentlich Bandprobe. Aber ansonsten meine Hochachtung vor deren Leistung.
 
Über Stonehead berichteten wir ja schon aus dem Steinhaus Bautzen. Ging damals auch ganz schön ab, nur mit dem Unterschied das die Jungs um Nobbi, noch fleisiger geübt haben. Sie sind zunehmend besser geworden. Die Massen vor der Bühne haben sie ordentlich gefeiert. Stonergewitter vom feinsten. Ja, was soll man dazu noch weiter sagen. Vielleicht das ich sie immer gern wieder sehe. Wird nie langweilig.
 
Mit Karma To Burn kamen dann die Headliner. Nachdem sich diese Band 2002 aufgelöst hatte, feierten sie nun ihre ReunionTour 2009. Schön das die Leute vom Titty Twister diese Ausnahmeband bekommen haben. Die knallten sowas von rein das es ein Freude war ihnen zu zuhören. Mir war gar nicht bewusst was man alles mit einem minimum an Instrumenten und ohne Gesang anstellen kann. Die Drums aufs wesentliche reduziert, vierTrommeln und drei Becken waren alles was der Schlagzeuger brauchte. Ähnlich auch die zwei Gitarristen, ein einfacher Bass und eine einfache Konzertgitarre wurden mit einer Spiellust maltretiert, dass Riffs und Töne hervorkamen wie man sie nur von Bands kennt die mit wesentlich mehr Instrumenten spielen. Ein Basseinschlag wo einem schon hören und sehen vergehen kann. Umschreiben lässt sich das ganze mit „Fett, Fetter, am Fettesten“ wohl am besten.{MD}
 
Bilder zum Abend, hier klicken.
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